Dr. med. Hendrik Hagemann
Facharzt für Innere Medizin,
Lungen- und Bronchialheilkunde

Dr. med. Angela Zilg
Fachärztin für Innere Medizin
Naturheilverfahren und Akupunktur

Jörg Krüger
Facharzt für Innere Medizin,
Gastroenterologie

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Wir alle leiden manchmal an Schlafstörungen. Oft hilft schon ein kurzes Gespräch mit uns als Ihren Hausärzten. Sollten die Schlafstörungen jedoch länger anhalten, so ist eine weiterführende Diagnostik erforderlich, denn sie können nicht nur zu einer anhaltenden Schläfrigkeit, Gereiztheit oder Wesensveränderung führen, sondern zugleich Anzeichen oder Ursache ernsthafter Erkrankungen sein.
Gestörter Schlaf hat viele Gesichter: Eine Schlafstörung kann vorliegen, wenn Sie sich häufig unausgeschlafen und erschöpft fühlen, Tagesmüdigket oder Konzentrationsmangel Ihren Tagesablauf erschweren, Sie wiederholt Ein- oder Durchschlafstörungen quälen, Sie an nächtlichem Sodbrennen leiden, Sie oder Ihr Ehepartner/-in/Lebenspartner/-in Zähneknirschen oder Beschwerden und-/oder ungewöhnliche Bewegungen in den Beinen beobachten, oder wenn Sie nachts Schnarchen.

Insbesondere kann das laute nächtliche Schnarchen zu erheblichen Beziehungsproblemen führen. Von den somit angerissenen sozialen Problemen abgesehen stellt Schnarchen in den meisten Fällen keine gravierende Bedrohung für die Gesundheit dar. Bei etwa 10% der Betroffenen ist aber Vorsicht geboten. Sie leiden unter oftmals unentdeckten, nächtlichen Atemaussetzern, die in Einzelfällen bis zu 2 Minuten dauern können. In diesem Fall spricht die Wissenschaft von einem so genannten „Obstruktiven Schlafapnoe Syndrom“ (OSAS - Atemstillstände im Schlaf).

Unbehandelt können nächtliche Atemaussetzer neben Bluthochdruck schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle nach sich ziehen. Die mit der Obstruktiven Schlafapnoe verbundene erhöhte Tagesmüdigkeit kann zum „Sekundenschlaf“ führen, was nicht selten zu Unfällen am Arbeitsplatz oder zu Verkehrsunfällen führen kann. Insbesondere für bestimmte Berufsgruppen mit Arbeiten an z. B. Schleif-, Schneide- und Sägemaschinen kann das gefährliche Folgen haben. Aber auch für Berufskraftfahrer kann dieser Sekundschlaf eine Eigen- und Fremdgefährdung nach sich ziehen.

Auch Schnarchen ohne Atemstillstände, das sogenannte „Habituelle Schnarchen“, bedarf mitunter bei entsprechender klinischer Symptomatik einer ärztlichen Abklärung.

Sollten o. g. Symptome bei Ihnen beobachtet werden, so sprechen Sie uns an. Wir bieten Ihnen zur ambulanten Abklärung der oben erwähnten Diagnosen eine ambulante Polygraphie an.
Bei dieser Messmethode werden der Atemfluss, der bei der Ein- und Ausatmung entsteht, das Schnarchen, die Brust- und Bauchbewegungen, die Körperlage und die Sauerstoffsättigung Ihres Blutes gemessen. Mit Hilfe der so gewonnenen Messdaten können Rückschlüsse auf das Vorliegen einer schlafbezogenen Atemstörung gezogen werden. Sollte das der Fall sein, so ist eine weiterführende Diagnostik im Sinne einer Polysomnographie erforderlich, welche dann in einem Schlaflabor stattfinden muss. Dabei werden noch weitere Parameter wie z. B. ein EKG und ein EEG (Messung der Hirnströme) abgeleitet.

Wir arbeiten hierzu mit allen regionalen Schlaflaboren der Stadt Essen zusammen, so dass eine individuelle weitere Abklärung Ihrer Beschwerden möglich ist. Im Schlaflabor werden Sie dann von einem erfahrenen Schlafmediziner/Somnologen mit- und ggf. weiterbetreut, der je nach Befund mit Ihnen dann auch die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten, immer in Rücksprache mit uns, bespricht.

 

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